Markus Petersen

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July 2014 Kommentar zu
Sind immer die "anderen" zu viele? NEIN zu Ecopop
Lieber Herr Vaucanson

Woher wissen Sie denn, dass die Motivation eines Grossteils der Ecopop-Befürworter eine fremdenfeindliche ist? Das ist doch eine reine Behauptung ihrerseits.

Ich finde das sehr traurig: Egal wie gut die Argumente sind, egal wie vernünftig und rational man diskutiert, am Ende haut der andere mit der Ausländerfeindlichkei​tskeule auf den Tisch, wischt alle Argumente beiseite und verabschiedet sich. Genau so hat sich auch das Parlament beim Thema Ecopop verhalten: Eine rationale Diskussion? Fehlanzeige. Dafür dutzende Schlagworte wie "radikal" oder "rassistisch".

Zur​ guter Letzt: Wie in meinem vorherigen Post beschrieben, wird sich am Wirtschaftssystem ohne Druck nichts ändern. Vergleichen Sie Ecopop mit der Frauenquote: Natürlich wäre es uns allen lieber, die Firmen würden einfach so mehr Frauen in Kaderpositionen einstellen. Die Erfahrung zeigt aber, dass dies ohne eine Quote einfach nicht passiert - eine Veränderung findet nicht statt. Genauso verhält es sich mit Ecopop: Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn wir in 20 Jahren die Initiative wieder aus der Verfassung streichen können, nachdem sich die Wirtschaft vom quantitativen Wachstum verabschiedet hat. Um jedoch überhaupt dorthin zu kommen, brauchen wir Ecopop. Sonst wird sich rein gar nichts ändern.
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July 2014 Kommentar zu
Sind immer die "anderen" zu viele? NEIN zu Ecopop
Ebenfalls vielen Dank für die ihrigen, Herr Vaucanson.

Sie haben meine Ausführungen (fast?) richtig erkannt; und ich muss auch zugeben, dass ich kein Wirtschaftsfachmann bin.

Der kritische Punkt ist ihre Frage: "Wieso sollten die Käufer überhaupt mehr Weggli kaufen als früher? ".
Die Antwort: Gar nicht! Unser Wegglimarkt ist gesättigt; nur ein Bevölkerungswachstum bringt der Migros mehr verkaufte Weggli ein. Deshalb will der Migros-Chef ja auch ganz dringend, dass die Bevölkerung so stark wie möglich steigt.

Wir müssen wir jedoch uns früher oder später damit abfinden, dass wir nicht immer mehr Leute werden können, nur damit die Migros jedes Jahr mehr Weggli verkaufen kann. Je früher wir dies tun, desto mehr Kulturland & Lebensqualität für den Einzelnen wird am Ende noch übrig sein.

Noch zum Wirtschaftssystem: Wie bereits in oberen Posts gesagt, wird sich ohne Druck nichts ändern. Ecopop könnte - eben weil der einfache Mehr-Leute-Mehr-Weggl​i-Weg nicht mehr so einfach gehen würde - eine solche Veränderung auslösen oder zumindest begünstigen. Aus dem blauen Himmel heraus wird sich unser Wirtschaftssystem nicht ändern; da können wir warten bis wir alt und grau sind. Mal abgsehen von der Vollgeldinitiative, doch das ist ein anderes Thema... :)
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July 2014 Kommentar zu
Sind immer die "anderen" zu viele? NEIN zu Ecopop
Herr Witschi

Sie lesen bestimmt ebenfalls aufmerksam Zeitung und wissen deshalb bestimmt auch schon so gut wie jedermann auch, wie stark die MEI die Zuwanderung (und damit das Bevölkerungswachstum)​ wirklich reduzieren wird ;)

Ein Gärtli zum schützen habe ich als Städter leider nicht, nur einen Balkon. Ich muss ihnen aber völlig Recht geben: Selbstverständlich ist es das Ziel von Ecopop, das verbleibende Kulturland der Schweiz (falls sie das mit "Gärtli" meinen) zu schützen. Das ist ja der Sinn der ganzen Sache.
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July 2014 Kommentar zu
Sind immer die "anderen" zu viele? NEIN zu Ecopop
Vielen Dank für ihre Antworten, Herr Vaucanson und Herr Witschi.

Zum qualitativ/quantiativ​​en Wachstum: Das Wirtschaftswachstum, welches wir in der CH momentan haben, würde ich als rein quantitativ bezeichnen. Unsere Wirtschaft wächst in den letzten Jahren genau gleich schnell wie die Bevölkerung; schlicht weil mehr Arbeitskräfte/Konsume​​nten hier leben. Die Migros verkauft also nur deshalb mehr Weggli als letztes Jahr, weil mehr Weggli-Esser hier sind - nicht etwa, weil die Weggli besser geworden sind. Letzteres wäre aber qualitatives Wachstum: Wirtschaftswachstum, basierend auf Produktinnovationen, welch mit demselben Aufwand mehr Wertschöpfung ermöglichen.

Ecopo​​p würde dieses quantitative Wachstum (bis auf 0.4%, was immer noch über EU-Durchschnitt ist!) reduzieren, was ich sehr begrüssen würde. Denn die negativen Nebeneffekte des quantitativen Wachstums (wie der oben angesprochene Quadratmeter Kulturland pro Sekunde) überschreiten die positiven bei weitem; die einzigen, welche davon profitieren, sind die Menschen an der Spitze der Return-On-Investment-​​Pyramide.

Und zum alternativen Wirtschaftssystem: Ich bin, wie Sie sicher gemerkt haben, kein grosser Fan des herrschenden Turbo-Kapitalismus. Bevor wir jedoch das System komplett erneuern (ganz abgesehen davon, wie realistisch dies wäre...), wäre die Abschaffung des quantitativen Wachstums doch schon ein grosser Schritt in die richtige Richtung.
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July 2014 Kommentar zu
Sind immer die "anderen" zu viele? NEIN zu Ecopop
Lieber Herr Witschi

Ich bin jetzt etwas verwirrt. Ich habe stets versucht, mit Argumenten zu diskutieren, und nun kommt dieser Frontalangriff. Es tut mir sehr leid, aber ich kann in ihrem Beitrag keine Argumente für oder gegen die Initiative mehr erkennen; da wird mir nur noch vorgehalten wie ich angeblich denke, wie ehrlich ich sei oder was ich anscheinend wolle. Schade.

Den Zusammenhang zwischen dem Quadratmeter Kulturland und der Zuwanderung habe ich in meinem Hauptbeitrag bereits dargelegt. Wenn Sie möchten, kann ich ihnen diesen Zusammenhang aber gerne nochmals erklären. Er ist sehr einfach und klar und einer der Hauptgründe für meine Zustimmung zur Ecopop-Initiative.
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July 2014 Kommentar zu
Sind immer die "anderen" zu viele? NEIN zu Ecopop
Herr Witschi

Zusammenfa​ssung:

- Aus der EU kommen viele Menschen zum Arbeiten in die Schweiz.
- Ein Mensch, welcher in die Schweiz kommt, wandert logischerweise aus seinem Land ab bzw. aus.
- Ecopop möchte die Migration in die CH reduzieren.

Wir stehen an der Pyramidenspitze exakt dieser Entwicklung - sogar aus Deutschland, dem Kronjuwel der EU-Wirtschaft, kommen die Menschen zu uns! Und erklären hier, dass Ecopop nichts mit Zu/Abwanderung in der EU zu tun hat? Wirklich? Das kann nicht ihr Ernst sein.
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July 2014 Kommentar zu
Sind immer die "anderen" zu viele? NEIN zu Ecopop
Lieber Herr Vaucanson: Eine erschwerte Verfügbarkeit von günstigen Arbeitskräften durch eine Zuwanderungsreduktion​ ist doch gerade eine der effektivsten Massnahmen, um den sinnlosen (sprich: den rein quantitativen) Teil des Wirtschaftswachstum zu reduzieren. Es ist doch hundertmal besser, wenn eine Schweizer Firma ihre neue Fabrik in Polen baut und dort 300 Polen einstellt und ihnen in der Heimat einen Job gibt, anstatt hier die Fabrik zu bauen und dann 300 Polen in die Schweiz zu holen, um die Fabrik hier zu betreiben. Und genau diese Reduktion des rein quantitativen Wirtschaftswachstums innerhalb der Schweiz würde Ecopop bewirken, wie bei besagtem Beispiel. Fragen Sie die Economiesuisse; die hat so viel Angst vor der Initiative, dass sie sogar jetzt schon mit Ecopopnein.ch die Propaganda startet.

Und wie bereits früher gesagt: Es spricht doch überhaupt nichts dagegen, in einer Umsetzungsphase von Ecopop das Ziel von 0.2% Nettomigration mit "linken" Rezepten (Aufhebung Pauschalbesteuerung, Reduktion Steuerdumping, Grüne-Wirtschaft-Init​​iative von Herr Glättli etc.) zu erreichen. Die Linke fordert doch auch eine Frauenquote in Verwaltungsräten und Co., weil sie sagt, sonst würde sowieso nie was vorwärts gehen in der Sache - bei Ecopop ist es genau dasselbe. Wenn niemand Druck macht, wird auch nie etwas passieren.
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July 2014 Kommentar zu
Sind immer die "anderen" zu viele? NEIN zu Ecopop
Unglaublich, wie viel Herr Glättli schreiben und wie wenig Inhalt man darin finden kann.

Hier mal kurz ein paar Fakten:

- Wir verbauen pro Sekunde über 1qm Kulturland
- Unsere Bevölkerung wächst fast auf dem Niveau Indiens (CH: 1.1%, Indien: 1.3%)
- Über 3/4el unseres Bevölkerungswachstums​ findet durch Zuwanderung statt

Herr Glättli schreibt, wir sollen Kulturland besser schützen. Lieber Herr Glättli: Wenn immer mehr Menschen hier leben, steigt die Nachfrage nach Wohnraum. Dadurch steigt der Preis für Wohnraum und damit der Preis für überbaubares Kulturland. Der Druck auf das Kulturland, überbaut zu werden, steigt. Ihre plumpe Lösung "Kulturland schützen" in Verbindung mit ungebremstem Bevölkerungswachstum ist dasselbe, wie den Deckel auf den Kochtopf zu drücken, ihn aber nicht vom Feuer zu nehmen.

Und noch etwas ganz anderes: Gerade die ärmsten Länder innerhalb der EU erleben dank der Personenfreizügigkeit​ eine Abwanderung ihrer klügsten Köpfe in einem massiven Ausmass und werden dadurch ihrer (sowieso bereits bescheidenen) Entwicklungschancen beraubt. Aus Ungarn sind seit der EU-Mitgliedschaft über 5000 Ärzte abgewandert. Die Bevölkerung von Rumänien ist von 23 auf 20mio gesunken - diejenigen, die gingen waren nicht nur Roma, sondern v.a. Akademiker. Die rumänische Arbeitsministerin sagte Anfang Jahr, dass der Massenexodus verheerende Folgen für das Land haben werde, wenn die Entwicklung nicht umgekehrt werden könne. (Quelle: Welt.de, 31.01.2014). Der traurige Witz an der Sache: Dem 08-15 Schweizer bringt das alles nichtmal was. Sondern nur unseren Reichen & Firmenbesitzern.

Wie Herr Glättli, gerade als linker Politiker, so etwas befürworten kann, ist mir völlig schleierhaft. Ich hoffe nur, dass unsere Linke irgendwann noch aufwacht und merkt, wie sehr sie Economiesuisse und Co. auf den Leim gegangen ist, bevor es zu spät ist.
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July 2014 Kommentar zu
Sind immer die "anderen" zu viele? NEIN zu Ecopop
Lieber Herr Witschi: Wenn eine Einschränkung der Verfügbarkeit von gut ausgebildeten & zugleich günstigen Arbeitskräften via Ecopop keine Reduktion der wirtschaftlichen Attraktivität der Schweiz ist, dann weiss ich auch nicht mehr - Economiesuisse, der Initiator hinter Ecopopnein.ch, sieht das jedenfalls anders als Sie.

Ausserdem spricht überhaupt nichts dagegen, in einer Umsetzungsphase von Ecopop das Ziel von 0.2% Nettomigration mit "linken" Rezepten (Aufhebung Pauschalbesteuerung, Reduktion Steuerdumping, Grüne-Wirtschaft-Init​iative von Herr Glättli etc.) zu erreichen. Die Linke fordert doch auch eine Frauenquote in Verwaltungsräten und Co., weil sie sagt, sonst würde sowieso nie was vorwärts gehen in der Sache - bei Ecopop ist es genau dasselbe. Ihr ominöses "Wirtschaftliche Attraktivität der Schweiz reduzieren" wird nie passieren, wenn niemand Druck aufsetzt und mal eine Marke setzt. Denn wie Herr Krähenbühl sagt: Den Gürtel enger schnallen soll vor allem immer zuerst mal der andere.
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July 2014 Kommentar zu
Sind immer die "anderen" zu viele? NEIN zu Ecopop
Aber das "Gelbe vom Ei" kann doch immer noch kommen. Einfach nicht mehr in einem Ausmass wie bisher, welches der Schweiz ein Bevölkerungswachstum beschert, welches fast mit Indien mithalten kann. Das ist schlicht und einfach nicht nachhaltig. Wir verbauen 1.1qm Kulturland pro S E K U N D E. Da kann Herr Glättli noch so fest versuchen, Kulturland besser zu schützen: Wenn die Nachfrage steigt, steigt der Preis - und damit der Druck auf das verbliebene Kulturland, ebenfalls überbaut zu werden. Das ist wie wenn man den Deckel auf einen Kochtopf drückt, ihn aber nicht vom Feuer nimmt. Gegen dieses simple Gesetz der Ökonomie kommen wir auch mit der schönsten Verdichtung der Welt höchstens temporär und teilweise an. Aber bis dann hat Herr Glättli zusammen mit seinen Freunden ja den Kapitalismus überwunden, gell.
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