Robin Doubtfire

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September 2011 Kommentar zu
Früh hinschauen statt wegschauen
Nebst dem Wohlstand, den es durch Tausch von Kinderbetreuungszeit in Arbeitsstunden aufrecht zu erhalten gilt, ist ein weiterer wichtiger Grund die steigende Zahl zerstörter Familien. Die Scheidungsrate in der Schweiz liegt bei gegen 50 %. Diese Zahl lässt erahnen, wie viele Kinder davon betroffen sind – jedes Jahr ca. 15'000! Die Kinder werden nach geltender Gerichtspraxis in den allermeisten Fällen der Mutter „zugesprochen“. Der verbleibende erziehungsberechtigte​ Elternteil ist mit der Erziehungsaufgabe überfordert, das Interesse eines/r allfälligen neue/n Partners/in an den Kindern beschränkt. Ein Kind sucht Grenzen, die häufig in solchen Situationen nicht mehr klar markiert werden. Dazu kommt nun, dass niemand mehr Zeit für die Kinder hat. Die Mutter ist beschäftigt mit Job und neuer Beziehung, der Vater darf nach geltendem Recht den Kindern kaum mehr Zeit widmen.

Eine Ursachenbekämpfung in dieser Hinsicht wäre folglich die gemeinsame elterliche Sorge als Regelfall. Nur die Sorge- und Erziehungsberechtigun​g beider Elternteile auch nach einer Scheidung geben dem Kind die notwendige Sicherheit für’s Leben. Als Erklärung: Das gemeinsame Sorgerecht existiert zwar theoretisch im Gesetz. Wenn jedoch „nur“ Kind und ein Elternteil das Sorgerecht wünschen, wird es nicht gutgeheissen. Dem nicht obhutsberechtigten Elternteil wird das naturgegebene Sorgerecht für das Kind entzogen. Nebenbei ist die „Entsorgung“ des nicht obhutsberechtigten Elternteils nach der Scheidung eine Verletzung des Gleichheitsgebotes zwischen Mann und Frau gemäss Bundesverfassung.

Die eltern- und vor allem vaterlose Gesellschaft bahnt sich nicht nur an, sie ist bereits Teil der Realität. Davon wird in der Öffentlichkeit viel zu wenig Kenntnis genommen. Kenntnis hingegen muss man zwangsläufig von Schlagzeilen nehmen, wie sich Jugendliche bis zur Ohnmacht betrinken. Deshalb wäre ein Teil der Ursachenbekämpfung solcher Exzesse ein funktionierendes gemeinsames Sorgerecht.
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