Stefan Enz

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November 2014 Kommentar zu
Gold-Initiative
Herr Wagner, das sage ich auch nicht bezüglich der Inflation. Was ich oben schreibe ist: Schauen Sie sich an, wie sich die Kaufkraft des Schweizer Frankens entwickelt hat (beispielsweise gemessen am Landesindex der Konsumentenpreise). Hier zum Beispiel schön sichtbar: http://www.vimentis.c​h/d/lexikon/256/Lande​sindex+der+Konsumente​npreise.html

Zum Vergleich (aber nicht zur Definition der Inflation) könnte man jetzt noch schauen, wie sich der Preis des Warenkorbs in Gold entwickelt hätte.

Sie sehen also, auch bei der üblichen Definition der Inflation aufgrund von Preisindizes eine klare Entwertung. Generell finde ich aber das Verständnis der Inflation als Geldmengenausweitung (zu finden in der österreichischen Schule z.B. bei Hayek) sinnvoller.

Die Angst vor der Deflation ist unbegründet. Eine Preisdeflation kann durchaus ein aufgrund des Wachstums sich ergebendes Phänomen sein. Am meisten Angst vor der Deflation haben aber diejenigen, welche vom Kreditexpansionsboom abhängen. Dabei profitieren jedoch genau diese Kreise von der Geldproduktion - auf Kosten aller andern.

"Die Kantone sind wir" - das verkennt leider absolut die Sicht des Individuums. Es gibt keinen "Kantonswillen". Wer nach den SNB-Dividenden lechzt sind ausgabefreudige Exekutivpolitiker.


Es ist eben schon erstaunlich: Die Wohlfahrtsverluste, welche ein Monopol mit sich bringt, sind relativ gut dokumentiert. Ausgerechnet beim Geld jedoch, einem Gut wie jedem andern auch, soll es einen Monopolisten geben?
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November 2014 Kommentar zu
Gold-Initiative
Herr Pfister, die SNB hat natürlich ein Interesse daran, eine eigene Agenda zu verfolgen. Ihre Aktionäre sind zu einem grossen Teil die Kantone, welche gierig auf Gewinnausschüttungen warten. Da hilft auch eine postulierte Unabhängigkeit nicht weiter. Oder haben Sie allen ernstes das Gefühl, der Mindestkurs von 1,20 sei aus heiterem Himmel zum Wohlwollen aller eingeführt worden? Ganz und gar nicht: Die SNB ist hier den Jammergesängen der Politik und Exportindustrie erlegen - eine schöne Unabhängigkeit! Zweitens stehen hinter der SNB auch nur Menschen, die Eigeninteressen verfolgen (Fall Hildebrandt, klingelt's)? Unter diesem Gesichtspunkt ist es naiv zu glauben, die SNB verfolge nur unser aller Wohl.

Das Gegenteil ist nämlich der Fall - und damit kommen wir auch auch auf den Kommentar von Herrn Kremsner zu sprechen: Ich habe nichts gegen Währungen, die nur auf Vertrauen basieren, aber dann sollten sie nicht von einem Monopolisten allen aufgezwungen werden. Dass Vertrauen auch bei mit Realwerten gedeckten Währungen eine Rolle spielt, ist sicher so. Nur gründet in diesem Fall das Vertrauen aus der Tatsache, dass die Währung selbst (also das Gold, Silber usw.) auch einen physischen Wert hat.

Zum Beitrag von Herrn Wagner: Schauen Sie an, wie sich die Kaufkraft des Frankens versus Gold seit ein paar Jahrzehnten entwickelt hat. Dann sehen sie ihre Inflation auch. Nur weil kurzfristig andere Tendenzen gelten, ist der längerfristige Trend ganz klar Richtung "Entwertung des Frankens".
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November 2014 Kommentar zu
Gold-Initiative
Hier wird leider deutlich, dass der Verfasser dieses Beitrags keine Kenntnisse in den Bereichen Wirtschaftswissenscha​ften, Geldgeschichte oder ähnlichen Themen verfügt. Weshalb er sich als völlig fachfremder Student dennoch berufen fühlt, sich zur Goldinitiative zu äussern, ist unklar.

Ich will hier nicht der Goldinitiative die Stange halten, da deren Ausgang die Hauptprobleme, an welchen unser Geldsystem krankt, nicht beeinflussen wird. Das Problem ist, dass die Schweizerische Nationalbank im Rahmen der Totalrevision der Bundesverfassung die Golddeckung des Frankens sukzessive abgebaut hat. Was die SNB herausgibt ist nicht richtiges Geld sondern ungedecktes Papiergeld, dessen Zahlungskraft einzig und allein auf dem Versprechen der Einlösbarkeit beruht, aber das von keinem realen Wert hinterlegt ist.

Durch eine Ausweitung der Geldmenge (beispielsweise, um protektionistische Massnahmen wie den Mindestkurs durchzusetzen) wird aber dieses Papiergeld immer weniger Wert, es kommt zur Inflation. Diese ist nichts anderes als eine schleichende Enteignung der Bürger, wobei diejenigen am stärksten betroffen sind, die im Geldkreislauf erst relativ spät an der Reihe sind (Cantillon-Effekt).

An diesem Umstand ändert wie gesagt auch die Initiative nichts. Es kann nur eine Lösung geben, nämlich einen freien Währungswettbewerb privater Anbieter, ohne Monopolisten, die ihre Macht missbrauchen.
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