Urs Volkart

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October 2014 Kommentar zu
IS-Verbot: Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit!
Dass Bakir Izetbegovic die Wahlen in Bosnien-Herzegowina gewonnen hat, ist wenig erfreulich. Mit radikalem Islam hat das allerdings nichts zu tun. Die Bosnier haben ganz andere Probleme. Izetbegovic konnte einfach den Leuten am meisten Hoffnung auf Jobs machen. Und dafür wird Izetbegovic auch weiterhin eine auf "EU-Europa" geöffnete Politik verfolgen.
P.S: Welche Partei sollen wir denn in der Schweiz wählen, damit sich etwas im positiven Sinne bewegt?

Wir waren vor den Wahlen ferienhalber in Bosnien. Gespräch mit jungen Bosniakinnen und Bosniaken, die in der Hauptstrasse von Sarajevo Propaganda für einen Kandidaten und eine Partei machten. Fazit: Kein Interesse für Politik und die Parteiprogramme sind egal oder unbekannt. Aber Wahlkampf ist eine willkommener Einkommens-Zustupf. Und der Kandidat hat ihnen Jobs versprochen, falls er gewählt würde. Das zählt. Und das könnte im bosnischen Nepotismus- und Polit-Feudalismus-Sys​tem sogar funktionieren.

Dam​it sind wir auch bei der potenziellen Gefahr: die wirtschaftlich desaströse Lage in Bosnien-Herzegowina mit hoher Arbeitslosigkeit wäre natürlich ein Nährboden für Radikalisierung. Allerdings spürt man davon nichts. Wir haben in Bosnien weniger vermummte Frauen gesehen als in Basel und keine bärtigen Typen in langen Röcken. Die Gesellschaft will nach westlichem Vorbild leben. Dass die Türkei und andere islamische Staaten Moscheen und islamische Vereine finanzieren, ist unbestritten. Nicht unverständlich, denn Bosnien war noch im 19. Jhdt. ein Teil der Türkei. Wichtig ist, dass die Schweiz und Rest-Europa die bosnisch-herzegowinis​che Zivilgesellschaft mit allen drei Entitäten, samt der Republik Srpska nicht fallen lassen.
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