Walter Dierauer

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Wohnort: 7023 Haldenstein
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Jahrgang: 1941

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Zuwanderung und Bauboom: Die Schweiz wird eng!
Die Pauschaldiagnose der SVP (Beispiel: Hans Fehr, Lukas Reimann) sieht in der dank Personenfreizügigkeit​ „ungebremsten Zuwanderung von Arbeitskräften in der Schweiz" die Wurzel des
Kampfflugzeugbeschaff​ung kontra Entwicklungshilfe
Die „Öffentliche Entwicklungshilfe" (APD) der Schweiz umfasst 2010 in ihrem Gesamt-Budget von 2,4 Milliarden Franken die Ausgaben der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), des

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Dafür setze ich mich ein

Gegen Isolationismus, für Toleranz/ Dialog





Meine politischen Ämter und Engagements




Hobbies / Interessen

Soziale Probleme, Kultur, Politische Verhältnisse, Reisen. BLOG: http:// alternativeleserbriefe.blogspot.com​/



Meine neusten Kommentare

November 2011 Kommentar zu
Kampfflugzeugbeschaff​ung kontra Entwicklungshilfe
Sehr geehrter Herr Grimm,

Ich mache Sie auf das in der NZZ vom 5.11. 2007 publizierte Interview mit Frau Bundesrätin Sommaruga aufmerksam. Es erschien unter dem Titel: „In der Asylpolitik kenne ich keine Tabus“. Frau Sommaruga unterstreicht den Zusammenhang zwischen Entwicklungszusammena​rbeit und Migrations- bzw. Asylpolitik. Ich zitiere aus dem Interview zwei Aussagen:

a. Entwicklungshilfe „geht an die ärmsten Länder, mit dem Entzug würde man also die Ärmsten bestrafen. Entwicklungszusammena​rbeit sehe ich … als Instrument zur Prävention.“

b. „Man sucht den Austausch und die Zusammenarbeit. Ich habe beispielsweise vor vier Wochen in Guinea ein Migrationsabkommen unterzeichnet. Die Schweiz bekommt das Recht, Asylsuchende aus Guinea, deren Gesuch abgelehnt worden ist, zurückzuführen, auch gegen deren Willen. Gleichzeitig unterstützt die Schweiz Guinea, das selber von Migration stark betroffen ist, und ermöglicht Projekte von Rückkehrern. Ich habe einen früheren Asylbewerber besucht, der heute eine Bäckerei mit fünf Angestellten hat und froh ist, wieder in Guinea zu sein.“

Im Übrigen möchte ich Sie anstelle einer ausführlichen Antwort u.a. auf den Diskurs zum Vimentis-Dialogblog „Entwicklungshilfe neu definieren“ von Ernst Brugger hinweisen.

Mit freundlichem Gruss,
Walter Dierauer

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October 2011 Kommentar zu
Kampfflugzeugbeschaff​ung kontra Entwicklungshilfe
Eine Bemerkung zur privaten Kritik eines Freundes:

Unter welcher Logik bringe ich die UBS-Affäre und die Überzeugung zusammen, dass die reiche Schweiz sich sogar mehr staatliche Entwicklungshilfe leisten kann? Natürlich ist die verspekulierte Summe, welche die UBS sich klaglos ans Bein streichen würde, wenn es nicht um ihre Reputation ginge, nicht für Entwicklungshilfe verfügbar. So ist die Bemerkung nicht gemeint, das ist klar: Der Staat kann sich nicht am Kapital der Bank bedienen.

Aber was macht die Bank? Sie verzockt 2, 3 Mia unseres Vermögens, sie verspielt das Geld ihrer Kunden. Das darf der Staat nicht: die Steuergelder (unser Geld) verspielen! Dass er die Verantwortung trägt und für Wohlfahrt und Sicherheit sorgt, ist die gesetzlich geschuldete Gegenleistung für das ihm vom Bürger (dem Souverän) geschenkte Vertrauen. Das tut die Bank offensichtlich nicht, wenn sie hauptsächlich auf ihren eigenen und den Gewinn der Aktionäre mit dem Geld ihrer Kunden riskante Geschäfte betreibt.

Jetzt ist es aber so: Der Staat trägt die Verantwortung im Grunde genommen auch nicht, wenn er sich auf das hohe Risiko einlässt, die bankrotten Banken mit dem Steuervermögen zu sanieren. Er riskiert dies allerdings aus einem realpolitischen Grund: Weil die Grossbanken eben zu gross und wichtig sind, als dass man ihnen die unter Umständen gerechte Strafe zumuten dürfte Pleite zu gehen. Der Staat tut es also für die Bürger! Anders könnte er sich dafür ja auch nicht rechtfertigen. Ich habe schon erfasst, was Du meintest, als Du, besonders mit Blick auf den zweifellos überspannten Rettungsschirm der EU für das am Rand des Bankrotts angelangte Griechenland (und weitere Kandidaten), von "Staatsversagen" schriebst.

Was die Grossbanken betrifft, gibt es eine praktikable Lösung, der ich wie Du beipflichtest: Es ist nötig, das (spekulative) Investmentgeschäft vom normalen Kundengeschäft der Bank zu trennen und sie strengeren Auflagen zu unterwerfen (Beispiel: Sicherheitskapital). Ob und wie es möglich ist ganze Staaten zu sanieren und wer dafür am Ende zu zahlen hat, steht zur Debatte.
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October 2011 Kommentar zu
Kampfflugzeugbeschaff​ung kontra Entwicklungshilfe
Herr Meier,

Es ist doch selbstverständlich, dass Kooperation die Zustimmung der Behörden eines Staates und das Bedürfnis der (zum Beispiel vom Mangel an gesundem Trinkwasser) betroffenen Bevölkerung voraussetzt. Man kann doch nicht zusammenarbeiten, wenn man die Ziele nicht im Dialog gemeinsam bestimmt.

Den zweiten Satz Ihres Kommentars verstehe ich nicht, vielleicht erklären Sie ihn.

Mit freundliche Gruss, W.Dierauer
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September 2011 Kommentar zu
Entwicklungshilfe neu definieren
Herr Brugger,

Sie nehmen sich keine Mühe Äusserungen richtig zu lesen. In Somalia herrschen die Verhältnisse, die Sie schildern. Aber Sie generalisieren, wenn Sie beharrlich immer wieder behaupten, Afrika versinke im Chaos.

Eritrea ist über das autoritär regierte Dschibuti ein regionaler Nachbarstaat Somalias. Wenn Sie sich über die Militarisierung Eritreas und die Gründe eritreischer Flüchtlinge, nach ihrer risikoreichen Flucht in Europa Asylrecht zu beantragen, Rechenschaft ablegen wollen, dann finden Sie wohl selbst Wege.

Ich schulde Ihnen übrigens nichts. Ihre Art zu argumentieren ist leichtfertig und Ihre Antwort wohl typisch: Ausblenden und mundtot machen!

NB. Ich stütze meine Überzeugung auf die Erfahrung praktischer Arbeit. Ich würde Ihnen trotzdem die Lektüre von Camus "Die Pest" weiterhin empfehlen.

Es ist bitter nötig, den Problemen auf den Grund zu gehen. Sie können versichert sein, dass die schweizerische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit das tut und zwar heute ohne Zielsetzungen und Erfolg ihrer Leistung zu beschönigen.

Danke​!


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September 2011 Kommentar zu
Entwicklungshilfe neu definieren
Herr Brugger,

Sie nehmen sich keine Mühe Äusserungen richtig zu lesen. In Somalia herrschen die Verhältnisse, die Sie schildern. Aber Sie generalisieren, wenn Sie beharrlich immer wieder behaupten, Afrika versinke im Chaos.

Eritrea ist über das autoritär regierte Dschibuti ein regionaler Nachbarstaat Somalias. Wenn Sie sich über die Militarisierung Eritreas und die Gründe eritreischer Flüchtlinge, nach ihrer risikoreichen Flucht in Europa Asylrecht zu beantragen, Rechenschaft ablegen wollen, dann finden Sie wohl selbst Wege.

Ich schulde Ihnen übrigens nichts. Ihre Art zu argumentieren ist leichtfertig und Ihre Antwort wohl typisch: Ausblenden und mundtot machen!

NB. Ich stütze meine Überzeugung auf die Erfahrung praktischer Arbeit. Ich würde Ihnen trotzdem die Lektüre von Camus "Die Pest" weiterhin empfehlen.

Es ist bitter nötig, den Problemen auf den Grund zu gehen. Sie können versichert sein, dass die schweizerische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit das tut – und zwar heute ohne Zielsetzungen und Erfolg ihrer Leistung zu beschönigen.

Danke​!
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September 2011 Kommentar zu
Entwicklungshilfe neu definieren
Hallo Herr Brugger,

Danke, ich erwarte Ihre Antwort, sobald Sie Zeit haben. Ich möchte auf Ihre Vermutung hin nur kurz antworten: Nein, ich argumentiere hier nicht als Profi im Namen der DEZA oder eines der Hilfswerke, sondern privat - allerdings auch nicht ganz ohne den Hintergrund praktischer Erfahrung (so "blauäugig" und "guten Glaubens", wie Sie sich vielleicht mal dachten).

Sie erwähnen die Militarisierung des Alltags in Somalia (Waffen als Kinderspielzeuge). Die SVP verdächtigt etwa Deserteure aus Eritrea, welche in der Schweiz Asyl beantragen, als Scheinflüchtlinge. Ich würde mich hüten, eine solche Auffassung unbesehen weiter zu verbreiten! Man muss sich schon sehr genau informieren, wenn man Propaganda gegen das Asylwesen macht. Nach Ihrer Auffassung versinkt Afrika im Chaos. Man kann es durchaus auch anders sehen. Der Versuch einer historischen Perspektive kann die Optik jedenfalls verändern.

Noch ein persönlicher Hinweis. Sie kennen den französischen Autor und Philosophen Albert Camus. Camus wuchs in Nordafrika auf und zwar in Algerien vor dem Weltkrieg und der Unabhängigkeit der französischen Kolonie. Im Krieg setzte er sich in Frankreich für die Resistance ein. Bei einem Autounfall kam er 1960 ums Leben. Falls Sie etwa seine Romane "Der Fremde" oder "Die Pest" (Titel der deutschen Uebersetzung) nicht kennen, so würde ich Sie Ihnen zur Lektüre empfehlen.

Mir freundlichen Grüssen


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September 2011 Kommentar zu
Entwicklungshilfe neu definieren
Hallo Herr Brugger,

Da Sie offenbar das erwähnte Heft „Eine Welt“ der DEZA nicht zur Hand haben, zitiere ich aus einem Interview mit Martin Dahinden:

Frage: Fortschritte lassen auch deshalb auf sich warten, weil die Länder des Nordens insbesondere im Agrarbereich eine Politik verfolgen, die die Entwicklungsbemühunge​n zunichte machen. Was tut die Schweiz, um dieser Inkohärenz zu begegnen?

Dahinden​: Werfen grosse Produzentenländer ihren Überschuss zum Spottpreis auf afrikanische Märkte, destabilisieren sie tatsächlich die lokale Landwirtschaft. Die Schweiz subventioniert solche Exporte nicht. Aber in anderen Bereichen können ihre Entscheide die Wirkung der Entwicklungshilfe durchaus aufheben. Nach meinem Dafürhalten hat die DEZA die Aufgabe, sich für mehr Kohärenz in der Politik einzusetzen.

Der in meiner letzten Antwort erwähnte Soziologe afrikanischer Herkunft, Elisio Macamo, sagt: „Wenn Entwicklung scheitert, liegt die Schuld nicht immer nur bei den Afrikanern… Entwicklungszusammena​rbeit ist…immer politische Auseinandersetzung, hier in der Schweiz, wie auch im Süden.“

Ich zitiere zur Illustration der Antwort Dahindens aus einem fiktiven Monolog Gottlieb Biedermanns: „Was meinen Sie, wir exportieren nicht nur Käse und das reine Wasser unserer Bergquellen. Wir haben andere Kaliber in unserer Exportpipeline: Hightech, Chemie, Energie, Staudämme, Turbinen, Floored Floaters, den starken Schweizer Franken, Gold, falls nötig. Aber wir sind sparsam. Machen aus allem noch ein Geschäft. Wir werfen nichts weg. Wir liefern nämlich unsere ausgedienten Fernseher zum Ausweiden nach Afrika, unsere abgefahrenen Autoreifen, Autobusse, Schrott. Und den Ausschuss unserer heimischen Hühnerzucht. Wir liefern denen noch tiefgekühlt billiger als was sie von ihrer eigenen Zucht auf dem Markt anbieten. Das ist Entwicklungshilfe. Ich will ja nicht sagen, dass die faul sind, die Schwarzen. Aber halt zu wenig geschäftstüchtig.“


Die Illustration war wohl nicht nötig, Sie kennen sich aus. Sie wissen, wo unser Nationalbank-Gold geschürft wird. Auch durch welche Pipelines wir unser Erdöl und Erdgas herholen. Wohin wir keine Waffen liefern. Welche Art von Firmen etwa von Zug oder Genf aus den Welthandel mit Rohstoffen und Grundnahrungsmitteln steuern. Es geht um Politik. Gerade jetzt, während des Wahlkampfs und den Debatten um Krise und Bankendebakel nehmen die Medien die Gelegenheit wieder wahr, die alte Frage zu stellen, wer eigentlich die Schweiz regiert.

Ihre Zweifel am Sinn der Entwicklungshilfe werde ich nicht mit den erwarteten „Fakten“ widerlegen, Herr Brugger. Was mich betrifft, will ich mit Bezug auf Ihr pessimistisches Bekenntnis soviel sagen: Einen Glauben (welcher Art immer) hatte ich glücklicherweise nicht zu verlieren, auch nicht durch Enttäuschungen der Art, wie Sie sie erfahren haben. Wenn die Verhältnisse aber so abgründig schlimm sind, in Afrika besonders, etwa in Nigeria, was ich durchaus anerkenne, was bleibt anderes übrig als die Ursachen zu analysieren und bei ihnen ansetzend trotzdem zu handeln? Mit Blauäugigkeit hat diese Haltung nichts zu tun. Immerhin mit der Ueberzeugung: Unsere Steuergelder sind es wert.

Darum noch diese Feststellung: Wir dürfen wohl jetzt davon ausgehen, dass Afrikaner im Maghreb, etwa in Libyen, wo ein Aufstand siegreich zu verlaufen scheint, ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen wollen. So in Ägypten, vielleicht auch im Südsudan. Und in andern Regionen: in Syrien, im Jemen. Oder jetzt gerade im Schlaglicht der Weltöffentlichkeit: in Palästina. Wir wissen nicht, wie die islamische Revolution verläuft, wie lange die Auseinandersetzungen um demokratische Verhältnisse dauern, wie viele Rückschläge sie fordern. Wir wissen nicht, ob und wie es notwendig sein wird, dass Stammesbindungen, Clanautorität und Klientelstrukturen sich bei dem anlaufenden Prozess auflösen. Aber diese Gesellschaften werden Vermittlung und Hilfe brauchen können, zum Beispiel beim Aufbau einer zuverlässigen, gegen Korruption immunen Verwaltung, oder eines Bildungs- und Gesundheitswesens.

Mit freundlichem Gruss


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September 2011 Kommentar zu
Entwicklungshilfe neu definieren
Hallo, Herr Brugger! „Entwicklungszusammen​arbeit“ - das Wort setzt einen anderen Akzent als „Entwicklungshilfe“. Die Konzepte der Entwicklungshilfe haben Sich in der Tat, wie Sie richtig bemerken, seit den Fünfzigerjahren (als Frischs „Lehrstück ohne Lehre“ erschien) in mancher Beziehung grundlegend verändert. Verändert haben sich allerdings in dieser Zeitspanne auch die Herausforderungen. Über den Wandel der Methoden und Zielsetzungen der Entwicklungsarbeit seit der Gründung der DEZA 1961 orientiert zum Beispiel „EINE WELT“, Heft vom 1.März: „50 Jahre DEZA, mehr als Hilfe“. Möglicherweise haben Sie die Ausführungen Elisio Macamos über Afrika gelesen (S.30 ff.) - nicht bloss die Randspalte von Roger Köppel (ebenda S.31). Macamo, selbst Afrikaner, ist Afrikaexperte und Dozent an der Uni Basel. Die „Weltwoche“ hat sich in den entscheidenden zwei Jahrzehnten gewiss nicht den „fundamentalen Sinnfragen“ gestellt, wie Köppel fordert. - Die Schweiz, welche zu den industriellen „Exportweltmeistern“ gehört, befindet sich gemäss der von DEZA/SECO herausgegebenen Statistik mit ihrem Budget von 0,41% des BNE im (eher unteren) Mittelmass der Industrienationen. Wie Sie wohl wissen, investieren die skandinavischen Staaten sowie Luxemburg und die Niederlande traditionell durchschnittlich mehr als doppelt so viel in Entwicklungsprojekte,​ während zum Beispiel die USA umgekehrt Ressourcen und Prestige als Grossmacht mit fragwürdigem Erfolg in industrieller und militärischer „Entwicklungshilfe“ verbrauchen. Angesichts der Ursachen und des Ausmasses der gegenwärtigen Schuldenkrise darf man sich eine Vorstellung machen, wie wichtig m e h r partnerschaftliche Entwicklungshilfe wäre (gewesen wäre)! - Ein paar Hinweise auf Versäumnisse und Defizite vor allem seit der Wende finden Sie übrigens in den kurzen Kapiteln „Die Gegenwart: Globale Perspektive - verpasste Chancen“ sowie „Schicksalsgemeinscha​ft oder Abgrenzung“ des schon erwähnten Blogs "Frischs Schweizer Biedermänner" : http://alternativeles​erbriefe.blogspot.com​/
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September 2011 Kommentar zu
Entwicklungshilfe neu definieren
Sehr geehrter Herr Brugger, Ein anderer zitiert Max Frischs "Biedermann und die Brandstifter". Natürlich will ich Ihnen nicht zumuten, den umfangreichen Blog zu lesen, der vielleicht mehr Auskunft über historische Versäumnisse und Einblicke in eine unter dem Titel "Politik allzuoft 'Fortsetzung des Geschäfts mit anseren Mitteln'" publizierte Rede Frischs gibt. Dass die Schweiz nach wie vor bloss 0,4 % des BSP in Entwicklungszusammena​rbeit investiert, lässt vielleicht zu, dass man da von einem politischen "Nebengeschäft" spricht, das in der Tat nicht den Erfolg haben kann, den man in sie setzten möchte. Dass die Entwicklungszusammena​rbeit jedoch unter den gegebenen Bedingungen gescheitert wäre, würde ich allerdings nicht behaupten.
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September 2011 Kommentar zu
Entwicklungshilfe neu definieren
Dass heute junge Menschen aus Entwicklungsländern „zu Tausenden auf der Türvorlage des Landes stehen, wo Milch und Honig fliesst“, ist nach Ihrer Auffassung die „Bilanz“ einer gescheiterten Entwicklungshilfe, Herr Brugger. Ich würde es etwas anders ausdrücken: Nicht die Entwicklungshilfe, welche sich heute als Entwicklungszusammena​rbeit definiert, ist gescheitert, sondern die Blindheit der Politik: einer Politik, welche sich als „Fortsetzung des Geschäfts mit anderen Mitteln“ versteht und Entwicklung als Nebengeschäft betreibt.

Über eine Geschichte des Verdrängens, die Angst vor „Masseneinwanderung“ und das politische Gewissen lesen Sie bitte im Internet unter Alternative Leserbriefe „Frischs Schweizer Biedermänner“: http://alternativeles​erbriefe.blogspot.com​/
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